Histamin steht in engem Zusammenhang mit Hormonen. Es kann die Bildung der weiblichen Sexualhormone Östradiol und Progesteron verstärken [1]. Durch diese vermehrte Bildung kommt es zu einer Reduktion des Hormons Prostaglandin. Die Folge können verstärkte Beschwerden beispielsweise während der Menstruation sein, die sich als Kopfschmerzen oder Krämpfe im Unterleib äußern. Liegt bei Ihnen zusätzlich eine Histaminintoleranz vor, nimmt die Dauer und Intensität der Beschwerden zu [2,3]. Denn während der Menstruation ist der DAO-Spiegel der Frau am höchsten, damit das freigesetzte Histamin abgebaut werden kann [2,3].

Hinweis: Histamin ist auch der Botenstoff, der bei Schwangeren Wehen auslöst. Eine Störung der DAO-Aktivität kann daher auch Ursache einer scheinbaren Unfruchtbarkeit sein. Besprechen Sie dies bitte mit uns.

 

1.Bódis, J., Tinneberg, H.R., Schwarz, H., Papenfuss, F., Török, A., Hanf, V.: The effect of histamine on progesterone and estradiol secretion of human granulosa cells in serum-free culture. Gynecol. Endocrinol. 7, 235–239 (1993)

2.Rubio, E., Estañ, L.A., Morales-Olivas, F.J., Martinez-Mir, I.: Influence of hormonal treatment on the response of the rat isolated uterus to histamine and histamine receptor agonists. European Journal of Pharmacology. 212, 31–36 (1992). doi:10.1016/0014-2999(92)90068-F

3.Hamada, Y., Shinohara, Y., Yano, M., Yamamoto, M., Yoshio, M., Satake, K., Toda, A., Hirai, M., Usami, M.: Effect of the menstrual cycle on serum diamine oxidase levels in healthy women. Clin. Biochem. 46, 99–102 (2013). doi:10.1016/j.clinbiochem.2012.10.013

Als Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit langjähriger Erfahrung bei unerfülltem Kinderwunsch stehe ich Ihnen mit all meinem Wissen und mit weiblichem Einfühlungsvermögen zur Seite.

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